Luftrecht News

Regeln für unbemanntes Fliegen

Unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS /Drohnen/Multicopter) und Flugmodelle sind Luftfahrzeuge,
deren Steuernde die Luftfahrtgesetze in Deutschland einhalten müssen.
Die hier vorliegenden Regeln für unbemanntes Fliegen fassen alle relevanten Paragraphen aus
diesen Gesetzen, insbesondere den neuen §21 der Luftverkehr-Ordnung, übersichtlich und
verständlich zusammen.
Der Gesetzgeber sorgt für die Sicherheit der Bürger. Insbesondere der Persönlichkeitsschutz
ist ihm wichtig. Deswegen werden klare Vertriebsverbote für spezielle Gebiete und über Einrichtungen
definiert. Das gilt für unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle gleichermaßen,
da sie in dem neuen Gesetz weitestgehend gleichgestellt werden.
Ab 2017 verlangt der Gesetzgeber Kenntnisse von jedem Piloten. Nach bestandener theoretischer
Prüfung wird von anerkannter Schulungseinrichtung ein Nachweis ausgestellt. Nachgewiesene
Kenntnisse beugen Fehlverhalten aus Unwissenheit und Unfälle im untersten
Luftraum GOLF vor. Hiermit wird die von allen Beteiligten gewollte Sicherheit bestmöglich
herbeigeführt.
Um das Wachstum des Wirtschaftszweiges mit Drohnen zu fördern, können zukünftig Flüge
außerhalb der Sichtweite (BVLOS) genehmigt werden, Flüge unter 100m sind erlaubnisfrei.
Zukünftig wird die praktische Auslegung der neuen Verordnung durch die »Gemeinsamen
Grundsätze von Bund und Ländern« sowie die Nachrichten für Luftfahrer (NfL) konkretisiert.

Grundsätzlich: Die Benutzung des unkontrollierten Luftraums GOLF durch Luftfahrzeuge
ist frei, solange keine Beschränkungen vorliegen. Der Betrieb unbemannter Fluggeräte darf
keine Gefahr für den Luftverkehr sowie die öffentliche Sicherheit darstellen.

  • Bemannten Luftfahrzeugen und Freiballonen ist stets auszuweichen.
  • Für alle Flüge muss eine Flugvorbereitung erfolgen.
  • Alle Luftfahrzeuge müssen haftpflichtversichert werden.
  • Ab einer Startmasse von mehr als 0,25 kg ist eine Kennzeichnung verpflichtend.
  • Piloten benötigen einen Kenntnis-Nachweis für Flüge mit Fluggeräten über 2 kg Startmasse.
  • Unter 5 kg ist der Betrieb von Fluggeräten erlaubnisfrei. Startmassen über 5 kg bedürfen
    immer einer Erlaubnis.
  • Datenschutzrechtliche Vorgaben sowie die Persönlichkeitsrechte Dritter sind grundsätzlich
    zu beachten.
  • Vor dem Start ist das Einverständnis des Grundstückseigentümers / Berechtigten erforderlich.
  • Über Wohngrundstücken darf mit Fluggeräten mit einer Startmasse von über 0,25 kg oder
    mit Kamera/Mikrofon nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Grundstückseigentümers/
    Berechtigten geflogen werden.
  • Über 100m ist der Betrieb verboten, außer über Modellfluggeländen und speziellen Fluggeländen
    für Flächen-Modellflugzeuge.
  • Sogenannte No-Fly-Zones (Verbotszonen für Fluggeräte) sind zu beachten.
  • BVLOS (außerhalb der Sichtweite) ist ab 5 kg Startmasse genehmigungsfähig.

 

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